“Ich tu was – mit den Menschen sprechen.”

Ich bin die Hanna und mich kennt man schon im ganzen Land.

Aufregend und spannend ist mein ganzes Leben.

Täglich gibt es Neues zu erfahren.

Ich halte mich fit und achte auf meine Ernährung und auf meine Gesundheit.

Doch eines fehlte mir! Ein Schulabschluss muss her. Nach langer Müh und Plage hab ich es geschafft. Ich halte das Hauptschulabschluss-Zeugnis in der Hand.

Jetzt kanns losgehen! Ich werde schauen, wo ich meine Fähigkeiten einsetzen kann.

Vielleicht in der Lebenshilfe? Ja, da kann’s gelingen, denn ich bin eine Rollstuhlfahrerin mit Lernschwäche. Eine Kämpferin für die Menschen mit Behinderung bin ich schon seit langer Zeit.

Kennt ihr die UN-Behindertenrechts-Konvention?
Dort stehen die Rechte und Pflichten der Menschen mit Behinderung geschrieben. Österreich hat sie unterschrieben. Das spornt mich an, genauer hinzuschauen.
Was wird in Österreich schon umgesetzt?
Wie geht es den Menschen mit höchstem Unterstützungsbedarf?
Gerade jetzt in der Corona-Zeit?
Wo stehen wir Menschen mit Behinderung?

Ich tu etwas – nämlich mit den Menschen sprechen. Damit sich vieles verbessern kann, trage ich gemeinsam mit den SelbstvertreterInnen unsere Anliegen in die Politik.

Doch das ist mir zuwenig!
Ich leite den Selbstvertretungsbeirat der Lebenshilfe Österreich. Das ist sehr spannend. Da ich jetzt zu vielen Themen mehr Wissen habe, kann ich auch mit PolitikerInnen sprechen und unsere Forderungen mitdiskutieren.

Reisen war schon immer mein großer Traum.

Wenn es mir möglich ist, bei einem internationalen oder nationalen Kongress ein Thema mitzudiskutieren, dann bin ich dabei.  

Zukunftsplanung habe ich als Ausbildung gemacht. Sie hilft mir bei der Arbeit sehr.

Mit meinen Assistenten lebe ich in einer eigenen Wohnung in Bad-Ischl.

Vier Mal in der Woche arbeite ich in und für die Lebenshilfe Ausseerland, die Steiermark und für die Lebenshilfe Österreich. Immer in verschiedenen Rollen. Das ist das interessante an meiner Arbeit!

Der Hauptplatz von Bad Aussee, wo Hanna Kamrat vier Mal in der Woche arbeitet.

Danke, dass ich euch meine Geschichte erzählen darf.

Ich wünsche euch allen viele positive Erfahrungen und danke jedem Einzelnen von euch für euren täglichen Beitrag zum inklusiven Leben in eurer direkten Umgebung.

Bleibt gesund und schaut auf euch und eure Nächsten.

Eure Hanna


Text und Foto: Hanna Kamrat

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