Über die Grenzen

Ich habe Angst vor Hunden.

Mit dem Papa bin ich die Saureis-Runde gegangen. Das ist eine Wanderung. Da hat sich der kleine Hund bei den Kühen versteckt. Eine große Kuh ist bei mir gestanden und ich habe nicht weiter gehen können.

Ich habe zum Schreien begonnen.

Papa vertreibt die Kühe.

Der Bauer ist dann gekommen und hat mit dem Hund geschimpft.

Er ist mit dem Hund wieder zur Hütte gegangen.

Meine Angst war schwer zum Wegbekommen.

Die Eltern geben mir immer beim Hund die Hand.

Sie sagen dann zu mir: „Denk, es ist ein Schaf.”

Dann gehe ich weiter in die Natur.

Meine Angst ist dann weg.

Ich war dann sehr stolz auf mich.

Bild “Schritte” von Konrad Wartbichler aus dem Randkunst-Atelier


Die Eltern begleiten mich bei Ausflügen. Wir reisen mit dem Auto in andere Länder.

Ich war ganz schüchtern, als ich das erste Mal schwimmen war. Da habe ich mich nicht ins Wasser getraut. Meine Eltern haben mit mir viel geübt.

Dann war meine Angst weg.


Ich war auch ganz schüchtern, als ich das erste Mal Schifahren gelernt habe. Auf der Luperwiese in Hirschegg bin ich mit dem Zauberteppich gefahren. Das war lustig.

Ich bin oben auf der Piste gestanden.

Dann habe ich mit dem Schi ein Pizzastück gemacht und bin die Piste hinuntergefahren. Ich war ganz stolz auf mich. Die Eltern haben mit mir viel geübt.

Meine Angst war weg.


Die Eltern unterstützen mich bei diesen Grenzen.

Sie sagen: „Komm gib nicht auf, du schaffst das!“

Die Eltern haben mir den Mediamarkt im Murpark gezeigt. Dort bin ich alleine hingegangen. Ich war dann sehr stolz auf mich.

Meine Angst war weg.


Text: Jan Gölles

Zeichnung: Konrad Wartbichler

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