Leben in der digitalen Welt

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Wie sieht es mit der Digitalisierung in der Öffentlichkeit aus? Kommt man ohne Digitalisierung weit und kann man Menschen ohne Digitalisierung helfen? Das alles kannst du in diesem Beitrag lesen.

Für mich ist das Leben in der digitalen Welt, dass man durch die Digitalisierung möglichst viele Menschen erreichen kann. Früher konnte man sich nicht vorstellen, dass man zum Beispiel ein Telefon ohne Kabel mitnehmen kann. Heute ist es selbstverständlich, dass man sein Handy immer dabei hat und so auch immer erreichbar ist. Das hat auch Vorteile, allerdings auch Nachteile und manche Menschen sind sogar handy-süchtig.

Selber gebrauche ich das Smartphone, den Laptop und das Internet. Ohne wäre ich verloren. Naja, das stimmt nicht ganz. Ohne könnte ich meine Geschichte und mein Leben nur in meiner direkten Umgebung teilen. Denn wie soll ich ohne Digitalisierung ganz Holland, Deutschland oder sogar Österreich erreichen? Das geht einfach nicht.


Anfang 2020 habe ich auf meinem Facebook-Profil kurz zusammengefasst, wer ich bin, was genau Verbale Entwicklungs-Dyspraxie ist und wie ich damit im Alltag umgehe. Dieser Beitrag wurde mehr als 70 Mal geteilt. Das hätte ich niemals erwartet. Ich hörte und las, dass die Menschen neugierig waren, was das genau ist. Sie fragten mich, wie ich zu der Diagnose gekommen bin und wie ich als Erwachsene damit umgehe und so weiter.

Tipp: Mehr über die Verbale Entwicklungs-Dyspraxie hat Jessica Huttinga hier geschrieben.

Dann kam mir die Idee, darüber zu schreiben. Ich hatte schon gelesen, dass Eltern über ihre eigenen Kinder schrieben, aber keine erwachsene Person, die diese Diagnose selbst hatte, schrieb darüber. Von da an habe ich angefangen, jede Woche meine Geschichte zu schreiben und zu teilen.

Zuerst auf Instagram, weil ich nicht wusste, wie es ankommen würde und ob die Leute sich dafür interessieren würden. Gelegentlich habe ich meine Geschichte auch in Facebook-Gruppen geteilt. Viele haben mir geschrieben, dass sie leider kein Instagram hätten, um meine Geschichte zu lesen. Das fand ich natürlich schade, denn ich möchte so vielen Menschen wie möglich helfen.

Instagram lief so gut, dass ich eine Facebook-Seite erstellt habe und dort von Anfang an meine ganze Geschichte geteilt habe. Das ist immer noch sehr beliebt. Die Leute freuen sich, dass ich ihnen einen Einblick in mein Leben gebe.

Jetzt folgen mit knapp über 1.000 Leute auf Facebook und bald 1.500 auf Instagram, was unglaublich ist. Ohne Digitalisierung wäre so etwas Schönes nicht möglich gewesen!


Text und Fotos: Jessica Huttinga

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