Wien bei Tag und Nacht

Haben Sie Wien schon bei Nacht gesehen? Haben Sie das schon erlebt?

… JA! Haben wir! Nicht zum ersten Mal, aber heuer war es ganz besonders.
Heuer waren wir nämlich fast alle zusammen in Wien. 25 Leute aus Tirol – das war super!

Schon am Bahnhof haben alle ein richtiges Urlaubs-Gefühl bekommen. Mit viel Jause und vielen Getränken sind wir in den Zug gestiegen. Manche haben gemalt und gespielt, zum Beispiel Anna, Bettina und Sandra. Christian hat beim Fenster hinausgeschaut und die Städte und Landschaften betrachtet, an denen wir mit über 200 Stundenkilometern vorbeigeflitzt sind.

Endlich in Wien angekommen, haben wir in unserem Hotel eingecheckt. Es war alles gut organisiert.

Leider hat unsere Leiterin Claudia gleich ihre Stimme verloren. Das war nicht angenehm für sie. Als Leiterin musste sie trotz dieser Einschränkung viel organisieren und einteilen. Sie hatte ja schließlich die Verantwortung für unsere große Gruppe.
Claudia hat uns im Nachhinein erzählt, dass sie dabei eine neue Erfahrung gemacht hat. Nämlich, dass sie, vor allem von Außenstehenden nicht gehört worden ist und sich auch nicht ernst genommen gefühlt hat. Menschen haben einfach über ihren Kopf hinweggeredet und sie eher bemitleidet. Das war kein angenehmes Erlebnis.

Innerhalb unseres Impulse-Teams hat die Kommunikation trotzdem recht gut funktioniert. Wir sind es ja gewohnt, mit Gebärden und anderen Hilfsmitteln zu arbeiten. Aber im Umgang mit anderen Menschen, zum Beispiel bei Veranstaltungen oder in Restaurants beziehungsweise im Hotel, gab es schwierige Situationen.


Der erste Tag in Wien

Aber nun zurück zu unserem ersten Tag in Wien. Wir haben uns gleich in kleine Gruppen aufgeteilt und uns ins Getümmel der Großstadt gestürzt. Zuerst mussten wir in die Unterwelt: in die U-Bahn. Eine Gruppe hat am ersten Nachmittag schon den Stephansdom bestiegen. Da war natürlich unser Stefan dabei, Name verpflichtet. Andere haben Mitbringsel gekauft und waren bummeln und Eis schlecken. Am Abend haben wir uns alle in einem gemütlichen Beisl wieder zum Essen getroffen.


Volles Programm in der Hauptstadt

Das Frühstücks-Buffet war ein toller Start in den nächsten Tag. Von Semmeln mit Butter, Marmelade, Wurst oder Käse über Müsli bis hin zu Eiern haben wir alles ausprobiert und aufgegessen. Besonders die Croissants haben vielen von uns geschmeckt. Croissants, das sind französische Kipferl, manche sogar mit Schokostücken. Mmmhh, das war lecker!


Dann haben wir uns wieder in Kleingruppen aufgeteilt und Unterschiedliches erlebt: Eine Schiff-Fahrt auf der Donau, eine Ausstellung im Museums-Quartier und eine Zeit-Reise durch Wien mit 5D-Brillen. Das war sogar ein bisschen gruselig, aber auch spannend. Dann schnell zurück ins Hotel. Wir mussten uns herausputzen, also stylen, für die Veranstaltung „Ohrenschmaus“.

Bei Ohrenschmaus geht es vor allem um Texte. Wir von Impulse Völs haben auch 4 Texte eingereicht. Die Veranstaltung war schön, aber es waren sehr viele Reden. Wirklich viele, lange Reden. Die Gewinner-Texte sind zum Glück auch vorgelesen worden. Das war interessant. Anna hat zum Bespiel der Text über die Tiere am besten gefallen.


Danach gab es eine Party am Bade-Schiff mit gutem Essen und Musik. Ein DJ hat schwungvolle Lieder aufgelegt, und wir haben alle getanzt. Sandra hat sogar Blasen vom vielen Tanzen bekommen, aber sie hat die Zähne zusammengebissen und weitergetanzt. Bravo! Spät am Abend fuhren wir wieder zurück ins Hotel.


Besuch im Musical

Am Mittwoch, nach der Stärkung, ging’s für manche ab ins Naturhistorische Museum zu den Dinosauriern, für die sich unser Christian besonders interessiert. Für andere ging es zur 5D-Welt von Kaiserin Sissi, ein wackeliges Erlebnis im Holzboot. Am Abend war dann das große High-Light unserer Wien-Woche. Ein High-Light, das ist englisch und bedeutet, etwas ist eine ganz tolle Sache. Für uns war das High-Light ein Musical: Der Glöckner von Notre Dame.

Schön angezogen und ein bisschen aufgeregt haben wir unsere Plätze im Musical-Theater Ronacher gesucht und wurden nicht enttäuscht. Die Aufführung war gigantisch und hat uns supergut gefallen. Anschließend haben wir noch einen Cocktail an der Hotelbar getrunken.


Wien hat viel zu bieten

Am Donnerstagvormittag haben wir freies Programm gemacht und waren zum Beispiel spazieren. Manche waren in einem Motorik-Park. Kaum zu glauben, was es mitten in Wien alles gibt.
Dafür war am Nachmittag eine weitere Sehenswürdigkeit von Wien auf dem Programm, der Wiener Prater. Eine Runde mit dem Riesenrad und ein Besuch im Wachsfigurenkabinett von Madame Tussauds durfte bei unserer Wien-Woche nicht fehlen.


Einige von uns haben sich sogar im Windkanal durchpusten lassen. Und so manche unserer feschen Damen hat danach ausgesehen wie ein zerrupfter Spatz. Und da wir alle sehr unternehmungslustig sind, haben wir danach das Riesenrad besucht. Einige hatten ein bisschen Bammel vor der Fahrt, aber dann hat es doch allen richtig gut gefallen. Zum Abschluss haben wir noch im Schweizer Haus gut gegessen.


Einmal noch schlafen, dann war schon unser Abreisetag da. Kaum zu glauben, diese wunderbare Woche war schon wieder zu Ende. Wir mussten den Koffer packen und zum Zug. Und jetzt, zurück in Tirol, denken wir noch ganz begeistert zurück und finden, dass unsere Wien-Woche spitzenmäßig, super, wunderbar, grandios, voll krass und cool war.


Text und Fotos: Anna Valenticz, Tanja Heiss, Bettina Deimling, Tibor Mehadzic, Christian Mitter, Christian Wackerle, Stefan Hauser, Barbara Schaffenrath, Markus Antretter, Sandra Poglits, Sandra Prugger und noch einige andere

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