Sandra Poglits erzählt: Wir sind in unserer WG vier Leute, drei Frauen und ein Mann. Wir vier verstehen uns meistens gut. So war das nicht immer in meiner WG. Einmal hatte ich eine Mitbewohnerin, die ziemlich schwierig war. Da war ich oft traurig, weil es viel Streit gegeben hat. Jetzt ist es besser, viel besser sogar.
Eine der Frauen ist die Lustige von uns. Sie verliebt sich oft und erzählt uns ihre Geschichten. Es geht ihr gut und sie ist locker drauf.
Eine der anderen Frauen möchte ständig Leute einladen. Da kommt oft Besuch, das kann anstrengend sein. Wenn ich vom Arbeiten nach Hause komme, möchte ich eher meine Ruhe haben. Oder mich mit den Betreuer*innen und Mitbewohner*innen unterhalten. Da müssen wir noch eine Lösung finden, für die vielen Gäste.
Der männliche Mitbewohner ist auch lustig. Er singt oft und spielt Ziehharmonika. Das gefällt mir.
Und jetzt zu mir. Ich bin auch eine Lustige. Ich spiele zum Beispiel gerne Brettspiele. Und ich übernehme oft den Einkauf mit den Betreuer*innen. Das mache ich gerne. Oft koche ich auch, aber meistens kocht jeder für sich.
Ich bin froh, dass ich genau in dieser WG bin. Die anderen sagen, dass ich nett und hilfsbereit bin. Das ist meine Art. Das bin ich gern.
Nicole Hilpold erzählt: Ich habe fünf Mitbewohner*innen. Das sind zu viele Leute. Mir ist das zu viel. Ich würde mir wünschen, allein zu wohnen. Mit einem Betreuer oder einer Betreuerin in der Nähe, aber sonst allein. Das wäre fein. Mir wäre das nicht zu langweilig.
Ich möchte manchmal allein sein und Musik hören oder malen. Und manchmal möchte ich mit anderen plaudern. Das wäre schön.
Text: Nicole Hilpold, Sandra Poglits
