… und dann war Corona

Unter diesem Motto hat das mit mir Magazin eine Stimmungs-Aufnahme gemacht. Wie geht es den Menschen? Was hat sich verändert? Menschen aus der Lebenhilfe Leoben haben in Zusammenarbeit den Bericht verfasst.

Unser Alltag hat sich schon verändert als wir von den Leuten des anderen Wohnhauses, mit denen wir eigentlich gemischt im Raum sind, räumlich getrennt wurden. Dass wir sie nicht mehr sehen, finden viele von uns schade. Andere sehen es als angenehm, in kleineren Gruppen zu sein, da es viel leiser ist.

Man vermisst seine Kollegen. Aber wenn es hilft, Ansteckungen im Notfall zu vermeiden, ist es okay. Auch die Betreuer der Fachwerkstätte sind jeden Tag/jede Woche die gleichen. Das finden wir nicht schlimm, aber alle einmal wieder zu sehen wäre auch schön.

Wir essen auch getrennt. Die Senioren bleiben in ihrer Gruppe und essen dort. Für sie ist es angenehmer/leiser und auch besser, am Tisch Abstand zu halten. Meistens gehen wir um zwei Uhr rauf in unser Wohnhaus um zu rasten, da wir nicht genügend Rast-Möglichkeiten in unserer Gruppe haben. Jeder kann auch in sein Zimmer, so ist der Abstand auch immer gegeben. Nicht jeder geht rasten, viele gehen auch spazieren mit den BetreuerInnen oder schauen fern (meistens „Silvia kocht“ oder die „Küchenschlacht“).

Jeden Freitag seit dem 1. Advent bemühen wir uns um eine kleine Adventfeier, wo wir natürlich mit Sesselkreis auch den Abstand halten und die BetreuerInnen Masken tragen. Wir verzieren und verzehren Kekse, singen weihnachtliche Lieder, sagen Gedichte auf, lesen Geschichten vor und spielen Flöte. Das ist schön und lenkt uns ein wenig von der jetzigen Situation ab.

Wir würden gerne wieder Gruppen- Ausflüge machen, aber da ja gerade zur Zeit nichts offen hat, können wir auch nichts unternehmen. Auch eine gemeinsame Weihnachtsfeier mit allen KundInnen der Lebenshilfe zusammen geht uns heuer ab. Die Festtage zusammen wie gewohnt in der Fachwerkstatt zu feiern, wird heuer nicht funktionieren. So müssen wir im kleinen Kreis feiern.

Es muss kein Corona sein. Weil es uns auf die Nerven geht, weil es uns ansteht, dieses blöde Corona. Das muss weg, weg, weg. Uns alle geht die Krise schon auf den Geist. Was müssen wir noch tun um das zu vermeiden? Es muss mit dem Lachen geschehen, da es uns traurig macht. Wir können nichts dafür, das ist so!

Susanne P. von der Lebenshilfe Leoben

So wiederholt sich das Geschehen von Montag bis Freitag. Die Highlights sind, wenn manche von uns am Wochenende heimfahren dürfen. Jedoch müssen sie sich am Tag der Heimkehr in das Wohnhaus testen lassen. Das und die Masken gehören jetzt zu unser Alltag bis er wieder in die Normalität zurückkehrt. Wir hoffen das es wieder schnell wie früher wird und dieses blöde Corona sein Ende nimmt.

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